Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow [Gastrezension]

Vor ein paar Tagen habe ich bereits eine Gastrezension für Janine von Büchersüchtiges Herz³ geschrieben. Heute ist es schon wieder so weit! Diese Rezension werdet ihr also auf meinem und auch auf ihrem Blog finden.

Simon Snow
Bildquelle: Jane Fetzer, dtv Verlag

Allgemeines:

Am 04. August 2017 ist bei dtv ein magisches Hardcover erschienen: Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow. Ursprünglich hat Autorin Rainbow Rowell den Roman Fangirl geschrieben. In Fangirl geht es um ein Mädchen, das Fanfiction über ihren absoluten Lieblingshelden Simon Snow schreibt. Immer wieder werden Abschnitte aus Simon Snows Abenteuern gezeigt. Der Protagonist dieser eigentlich gar nicht existierenden Geschichte hat die Autorin nicht losgelassen. Und aus diesem Grund ist seine Geschichte – Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow – entstanden.

Mir gefällt das Cover des Buches leider überhaupt nicht. Aber unter dem Cover verbirgt sich ein wahrhaft magisch gestaltetes Buch!

Inhalt:

„Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz‘ Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen kopf.“ (Quelle: dtv)

Meine Meinung:

Ein Zauberschloss, in dem die Handlung spielt. Ein männlicher Protagonist, der der Auserwählte genannt wird. Freunde, die ihn unterstützen. Mindestens eine davon weiblich. Die weibliche Person ist sehr schlau. Ein Gegner, der alles verkörpert, wofür der Protagonist nicht steht. Ein Schulleiter, der als Mentor dient, und ein Vorbild für den Protagonisten ist. Eine Welt voller Magie, die neben der Welt der Normalen existiert. Moment, heißen die nicht Muggel? Und heißt Harrys Freundin nicht Hermine? Ach ja der Schulleiter, der heißt Dumbledore. Auch Hagrid fehlt nicht, nur hütet der jetzt als Frau Ziegen. Und das Schloss, das heißt Hogwarts. Ach nein, ich rezensiere gerade gar nicht Harry Potter. Entschuldigung, da habe ich mich vertan. Denn ich rezensiere das unglaubliche Abenteuer von Simon Snow und seinen Freunden. Und dieses Abenteuer ist eigentlich gar nicht wie Harry Potter.

Es gibt viele Parallelen zu Rowlings großartiger Geschichte und zu Beginn der Lektüre war ich tatsächlich frustriert. Ich dachte, die Autorin hätte einfach nur einen Abklatsch von Harry Potter geschrieben. Aber das hat sie nicht. Sie hat eine Geschichte mit unglaublich authentischen Charakteren entwickelt, die in einer Welt spielt, die Harry Potters Welt ähnelt, aber sich nur an deren Grundpfeilern bedient. Die Begebenheiten in Rowells Welt sind grundsätzlich anders, die Stützpfeiler stammen jedoch von Rowling.

Simon Snow, Penelope, Agatha und Baz sind Protagonisten, die mir so bisher selten begegnet sind. Alle stehen von Zeit zu Zeit im Mittelpunkt der Geschichte, wobei natürlich Simon Snow der wirkliche Protagonist ist. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Manchmal sind die Perspektivwechsel sehr schnell, das führt dazu, dass man als Leser das Gefühl hat, beinahe beim Geschehen dabei zu sein. Mir hat das gut gefallen. Dabei verkörpern die Protagonisten unterschiedlichste Typen. Baz ist nicht einfach nur Draco Malfoy. Baz ist schlau, gefährlich und böse – oder? Agatha ist nicht Ginny und Penny ist nicht Hermine.

Nach und nach bin ich in diese Geschichte so gut hineingekommen, dass ich Angst hatte, dass sie zu Ende gehen würde. Simon Snow ist als Einzelband angelegt. Aufgrund dieser Tatsache wusste ich, dass ich vermutlich nicht mehr in seine Welt zurückkehren würde und das hat mich beinah traurig gemacht. Denn der Autorin ist es gelungen, eine Geschichte zu schreiben, die unterhält. Und diese Geschichte unterhält nicht nur, nein. Sie erzählt von Freundschaft, von Mut, von Werten, von Dingen, für die man einstehen sollte und von Dingen, von denen man sich abwenden sollte. Es ist eine moderne Geschichte, die mit vielen humoristischen Elementen den Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow erzählt.

Fazit:

Ich habe die Geschichte von Simon Snow und seinen Freunden sehr gerne gelesen und würde sie auch jedem empfehlen. Mein einziger Wermutstropfen, ist, dass Rowell sich bei Rowling bedient hat, um die Grundstory ihrer Welt zu kreieren. Mit Sicherheit hätte Rowell als die großartige Autorin, die sie ist, auch eine eigene Welt voller Magie erschaffen können.

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2 Gedanken zu “Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow [Gastrezension]

  1. Hey Jane,
    bei diesem Buch bin ich leider so gar nicht reingekommen. Mir waren die Charaktere eher zu oberflächlich und ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinfühlen. Auch die Umsetzung war mir teilweise zu abgehackt und nicht wirklich mitreisend. Aber es freut mich, dass dich die Autorin hier begeistern konnte. Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich die Empfindungen doch sein könnten.
    Liebe Grüße, Ruby

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    • Hallo Ruby,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ja, es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich man Bücher liest. Aber genau das ist das Schöne am Bloggen – finde ich. 🙂
      Liebe Grüße
      Jane

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