Heartware

Auf meinem Instagram Account habe ich euch bereits Heartware von Jenny-Mai Nuyen gezeigt. Ich habe euch mitgeteilt, dass dieses Buch 5 von 5 Herzen von mir erhält, aber natürlich noch nichts über den Inhalt oder meinem Gedanken dazu verraten. Das möchte ich heute tun.

heartware
Bildquelle: Jane Fetzer, Rowohlt

Allgemeines:

Heartware ist heute, also am 21.07 2017, bei Rowohlt Polaris erschienen. Autorin Jenny-Mai Nuyen kennt ihr eventuell bereits aus dem Fantasygenre. Heartware ist ihr erster Thriller. Als ich das Exposé über Heartware bekam, war ich sofort neugierig und wollte wissen, was Jenny-Mai Nuyen für einen Thriller schreiben würde. Das Cover machte bereits Lust auf mehr, obwohl es sehr schlicht gehalten ist. Durch die dominierenden Farben Schwarz und Gold bzw. Bronze erscheint es nicht überladen, sondern kommt auffallend unauffällig daher.

Inhalt:

“Erst verdunkelt sie dein Herz, dann die ganze Welt?
Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen. Eines verbindet ihn noch mit seinem alten Leben: Seine große Liebe Willenja. Die letzte Begegnung liegt lange zurück, bis heute weiß er nicht, ob sie es war, die ihn damals verriet.
Antwort darauf verspricht der Internettycoon Balthus – wenn Adam sich an der Suche nach Willenja beteiligt. Denn die junge Frau hat den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen. Um Geld zu erpressen? Oder vielleicht sogar einen Terroranschlag zu verüben?
Eine atemlose Jagd von den Urwäldern Boliviens über Dubai bis Tokio beginnt …” (Quelle: Rowohlt Verlag)

Meine Meinung:

Ich bin schon lange ein Fan der Autorin Jenny-Mai Nuyen. So habe ich nicht nur Nijura, sondern auch die Nacht ohne Namen, Magierlicht, Feenlicht, Nocturna, den Rabenmond und Noir gelesen. Da ich auch gerne mal einen Thriller lese, war ich sehr neugierig, wie sich die Autorin in einem ihr doch eher fremden Genre zurechtfinden würde. Und ich muss sagen, dass ich hellauf begeistert bin.

Nuyen gelingt es mit Heartware schon nach wenigen Seiten, den Leser völlig einzufangen. Sie nimmt den Leser mit, in eine Welt, die ihm zunächst völlig fremd erscheint. Technische Fortschritte, die man nicht ermessen kann, gesellschaftliche Veränderungen, die in ihrem Ausmaß nicht einzuschätzen sind. Ähnlich wie dem Protagonisten ist dem Leser nicht bekannt, warum die Dinge so geschehen wie sie geschehen. Welche Entwicklungen zu den im Prolog beschriebenen Ereignissen führen, enthüllen sich für beide Seiten im Laufe der Geschichte gleichermaßen. Und gerade deswegen konnte ich das Buch nicht aus den Händen legen. Kapitel um Kapitel musste ich einfach lesen, um zu erfahren, welche Hintergründe und Abgründe sich hinter Heartware verbergen mochten.

Nuyen entwickelt mit Adam Eli und Willenya Curuvija Protagonisten, die zunächst nicht den zu erwartenden Prototypen eines Helden verkörpern. Man könnte sie eventuell sogar als Antihelden bezeichnen. Beide haben eine schwere Kindheit hinter sich, die sie nie wirklich aufgearbeitet haben. Doch was verbindet sie und welche Rolle spielt die geheimnisvolle Marigny in alldem? Fragen über Fragen, die Nuyen aufwirft, und die der Leser gemeinsam mit den Protagonisten beantworten wird. Und nicht nur diese Fragen tun sich dem Leser auf. Fragen nach Menschlichkeit, Fragen danach, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist, und Fragen nach dem eigentlichen Sinn des Lebens werden während der Lektüre relevant. Lange nach dem Beenden musste ich noch über dieses Buch nachdenken. Was wäre wenn?

Fazit:

Jenny-Mai Nuyen kann auch Thriller. Mit Heartware stellt sie unter Beweis, nicht nur eine gute Jugendbuch- und Fantasyautorin zu sein. Lest dieses Buch!

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Andere Meinungen: 

Lillis Buchseite

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7 Gedanken zu “Heartware

  1. Hey,
    ein toller Beitrag, der neugierig auf das Buch macht 😉
    Ich bin auch ein großer Fan von Jenny-Mai Nuyen habe aber bisher von diesem Thriller noch nichts mitbekommen. Wandert jetzt aber gleich auf meine Wunschliste 😊

    Liebe Grüße
    Sara

    Gefällt mir

  2. Huhu 🙂
    Schöne kleine Rezension. Ich habe das Buch auch sehr positiv bewertet, wenn auch nicht ganz so gut wie du. Aber du hast echt gut herausgearbeitet, wo die Stärken des Romans liegen. Deswegen habe ich mir die Freiheit genommen, deine Rezension unter meiner zu verlinken. Falls du das nicht willst, sag mir einfach Bescheid, dann entferne ich den Link wieder.

    Liebe Grüße,
    Julia

    Gefällt 1 Person

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