Das Licht zwischen den Wolken

 

Das Licht zwischen den Wolken
Bildquelle: Jane Fetzer, Blanvalet

 

Viele von euch konnte meine Aufnahme von Das Licht zwischen den Wolken bereits auf Instagram begeistern. Heute möchte ich euch meine Gedanken zu Amy Hatvanys neuem Roman mitteilen.

Allgemeines:

Das Licht zwischen den Wolken ist am 26.06.2017 als gebundenes Buch bei Blanvalet erschienen. Unter dem Originaltitel Somewhere out there, der inhaltlich eine ganz andere Perspektive beleuchtet, ist es bereits 2016 erschienen. Autorin Amy Hatvany lebt und schreibt in Seattle.

Inhalt:

„Manchmal nimmt die Welt einem alles. Doch die Liebe einer Mutter überwindet jedes Hindernis.

Natalie ist fünfunddreißig, als sie erfährt, dass sie eine Schwester hat. Während sie selbst bei liebenden Adoptiveltern aufwuchs, wurde die damals vierjährige Brooke von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht und konnte nie verstehen, warum man sie von ihrer kleinen Schwester getrennt hatte. Doch es gibt eine Frage, auf die keine der beiden je eine Antwort erhalten hat: Warum hat ihre Mutter sie weggegeben? Gemeinsam machen sie sich auf die Suche, ohne zu ahnen, dass die Wahrheit ihr Leben für immer verändern wird.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

 

Meine Meinung:

Das Licht zwischen den Wolken hat mich bereits durch sein Cover auf sich aufmerksam gemacht. Es überzeugt optisch auf ganzer Linie. Die Kombination von Titel, Cover und den gewählten Farben passt einfach perfekt zusammen und erzeugt beim Leser eine gewisse Erwartungshaltung. Leider konnte mich der Inhalt hingegen nicht auf ganzer Linie von sich überzeugen. Woran das liegt, möchte ich euch im Folgenden erläutern.

Der Autorin gelingt es, einen Plot zu entwickeln, der auf den ersten Blick spannend und faszinierend wirkt. Sie erschafft eine Familiengeschichte, die mich in ihren Bann schlagen konnte, und der ich gerne folgen wollte. Verschiedene Perspektiven und Charaktere stehen im Mittelpunkt ihrer Erzählung. Aber vor allem geht es um die beiden Schwestern Natalie und Brooke, die als Kinder voneinander getrennt worden sind. Beide Schwestern wirken auf ihre ganz eigene Art und Weise sympathisch auf den Leser. Ich konnte mich trotz ihrer Unterschiedlichkeit mit beiden identifizieren und habe in großen Teilen auch die Beweggründe beider Frauen nachvollziehen können. Was mich jedoch an Protagonistin Natalie kontinuierlich gestört hat, ist, dass sie stets ihren Mann verteidigt, entschuldigt und ihn permanent vor sich selbst rechtfertigt. Egal, was er getan hat  – oder eben nicht getan hat –  sie hatte stets eine Erklärung dafür parat. Als Leser empfand ich das als unpassend, denn ich konnte die Beweggründe ihres Mannes nicht immer so gut nachvollziehen wie die Protagonistin selbst. Ihre Ausführungen wirkten manchmal etwas mit dem moralischen Zeigefinger gedacht. Ich hätte mir an diesen Stellen lieber selbst Gedanken über die Handlungsmotivation ihres Ehemannes gemacht. Zudem wirkt Natalie durch diese Erklärungen nicht so stark wie sie eigentlich sein könnte oder sein sollte.

Das Licht zwischen den Wolken liest sich insgesamt gut. Das hört sich vielleicht nicht allzu überzeugend an, oder? Es liest sich gut, aber dabei mangelt es dem Roman leider an gewünschter und erwarteter Komplexität. Ich habe schon viele Familiengeschichten gelesen und bei diesem Roman das Gefühl, dass es ihm an einigen Stellen an Originalität fehlt. Natürlich ist er berührend und hat mich zum Nachdenken angeregt. Natürlich ist es ein Buch, mit dem ich gerne meine Zeit verbracht habe. Aber so oder ähnlich wie Das Licht zwischen den Wolken sind viele Geschichten aufgebaut, die ich bereits gelesen habe.

Fazit:

Das Licht zwischen den Wolken ist ein Buch, das eine interessante Familiengeschichte entwirft. Mir fehlt es jedoch an Komplexität und Originalität. Deshalb kann ich nur eine herz-blog1herz-blog1herz-blog1-Bewertung vornehmen. Ich bin gespannt, wie Autorin Amy Hatvany sich weiterentwickeln wird, und möchte gerne mehr von ihr lesen.

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