Die Bucht, die im Mondlicht versank

Vor wenigen Tagen habe ich das neue Buch einer Autorin gelesen, die meiner Meinung nach häufig völlig zu Unrecht in die Schublade der „Frauenromane“ gesteckt wird. Warum mir Die Bucht, die im Mondlicht versank so gut gefallen hat, könnt ihr in meiner Rezension nachlesen! Auf Zeilenliebes_Bilderzeilen habe ich schon einmal versucht, das Besondere des Buches einzufangen.

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Bildquelle: Jane Fetzer, Cover: Piper

Allgemeines:

Die Bucht, die im Mondlicht versank ist Anfang Juni als Klappenbroschur bei Piper erschienen. Auf 416 Seiten hat Autorin Lucy Clarke ihren vierten Roman niedergeschrieben. Der Titel ähnelt auf stilistischer Ebene seinen Vorgängern und macht sofort auf sich aufmerksam. Das Cover zieht ebenfalls Blicke auf sich – die Kombination mit den am Buchschnitt abgebildeten Sternen empfinde ich allerdings als unpassend. Der Gesamteindruck des Buches würde besser zum ernsthaften Inhalt passen, wenn auf die Sterne verzichtet worden wäre. Lucy Clarkes Bücher sind jedoch häufiger eher kitschig gestaltet, obwohl das nicht zum tiefgründigen Inhalt passt.

Inhalt:

„Folge den Spuren im Sand …

Als Jacob sich von seiner Mutter Sarah verabschiedet, um zu einer Strandparty zu gehen, ist alles wie immer. Am nächsten Morgen ist nichts mehr, wie es war: Jacob ist verschwunden. Vor genau sieben Jahren verschwand auch Marley an diesem Strand, der Sohn von Sarahs bester Freundin Isla. Später wurde er tot geborgen. Verzweifelt sucht Sarah nach Spuren und stößt dabei auf viele Fragen: Wo war ihr Mann in der Nacht, als Jacob verschwand? Warum sind Jacobs Klamotten in Islas Haus? Und was verschweigt der Fischer, der damals Marleys Leiche fand? Stück für Stück setzt sich ein Bild der Ereignisse zusammen, das Sarah dazu zwingt, sich endlich einer Wahrheit zu stellen, vor der sie so viele Jahre lang die Augen verschlossen hat.“ (Quelle: Piper)

Meine Meinung:

Lucy Clarkes neuer Spannungsroman ist vor allem eins: großartig.

Der Autorin ist es erneut gelungen, ein Buch zu schreiben, in dem es um viel mehr geht, als der Klappentext erahnen lässt. Ein überraschendes Buch, das auf vielschichtigen Ebenen mit Gedanken der (Mutter-)Liebe, Freundschaft, des Lebens und des Todes spielt. Während viele Bücher schnell zu durchschauen sind, ist dieser Roman nicht vorhersehbar geschrieben. Auch, wenn ich dachte, dass ich die Lösung der Geheimnisse erahnen würde, wurde ich schlussendlich doch immer wieder von einigen Komponenten überrascht.

Auf subtile und zurückhaltende Art und Weise wird der Leser auf die Sandbank mitgenommen, an den vorrangigen Handlungsort des Buches. Doch dort ist man nicht allein. Dort erlebt man inmitten der Protagonisten die Ereignisse, die zu Jacobs Verschwinden geführt haben. Und diese aus verschiedenen Perspektiven beschriebenen Ereignisse gehen wahrhaftig unter die Haut. Emotional und mitreißend nehmen die Geschehnisse ihren Lauf und man wünscht sich an so mancher Stelle, nicht mit den Protagonisten tauschen zu müssen. Clarke gelingt es, dieses Gefühlt ambivalent zu erzeugen: einerseits würde man sofort in eine der beschriebenen Strandhütten einziehen, andererseits möchte man die Sandbank niemals betreten, um nicht in das Geflecht der Lügen zu tappen, das dort aufgebaut wurde.

Eine weitere Meisterleistung, die Clarke vollbringt, ist das Ende des Buches. Sie schafft es, alle von ihr geflochtenen Fäden zusammenzubringen und der Geschichte ein würdiges Ende zu verleihen. Dabei gelingt es ihr, dass der Leser sich immer noch mit allen Protagonisten identifizieren kann – egal, was diese getan oder nicht getan haben.

Fazit:

Ein für Clarke typischer Spannungsroman, der absolut unvorhersehbar ist. Fesselnd, emotional und großartig. Unbedingt mit in den Sommerurlaub nehmen!

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5 Gedanken zu “Die Bucht, die im Mondlicht versank

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