Wir fliegen, wenn wir fallen [Zeilengeliebt]

Nun erscheint in dieser Kategorie mal wieder ein etwas längerer Beitrag. Normalerweise gibt es unter [Zeilengeliebt] nur Kurzvorstellungen, aber Wir fliegen, wenn wir fallen hat in dieser Kategorie einen großen Beitrag einfach verdient.

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Bildquelle: Ueberreuter

Allgemeines:

Wir fliegen, wenn wir fallen ist im Februar 2017 als Hardcover bei Ueberreuter erschienen. Autorin Ava Reed kennen viele von euch bestimmt durch ihren Blog oder durch ihre anderen Bücher. Ich habe von ihr bisher Spiegelsplitter gelesen. Und ihr?

Der Verlag empfiehlt  Wir fliegen, wenn wir fallen ab einem Lesealter von 12 Jahren – ich würde aber sagen, dass es sich eher um ein Jugendbuch für junge Erwachsene handelt. Ich bezweifle, dass man mit 12 Jahren die auf 304 Seiten festgehaltene Geschichte völlig durchdringen kann. Ist euch schon der absolute Hingucker, das Cover, aufgefallen? Ich habe mich sofort in die Pusteblumenthematik verliebt. In meiner Wohnung taucht so manche Pusteblume auf, es passt rein optisch perfekt hinein.

Inhalt:

„Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.“

„Eine Liste mit zehn Wünschen.
Ein letzter Wille.
Und zwei, die ihn gemeinsam erfüllen sollen.
Die Geschichte von Yara und Noel“ (Quelle: Ueberreuter)

Meine Meinung: 

Mir ist Ava Reeds neues Jugendbuch auf vielen Seiten, Blogs, Internetportalen und Ähnlichem begegnet, bevor ich es persönlich gelesen habe. Zum einen ist eine solche Medienpräsenz immer etwas Positives. Ein Buch bekommt Aufmerksamkeit, mehr Leser, mehr Rezensionen und wird im Endeffekt vermutlich auch vermehrt gekauft. Zum anderen wird eine solche Präsenz meiner Meinung nach stets davon begleitet, dass viele Leute bezweifeln und infrage stellen, ob das angepriesene Buch denn auch halten kann, was es so hochglänzend verspricht. Und ich kann euch versichern: Wir fliegen, wenn wir fallen kann es nicht nur halten, sondern sogar die Erwartungen übertreffen.

Warum ist das so?

Reed hat zunächst einen Plot geschaffen, der zwar interessant, aber nicht wahrhaftig innovativ wirkt. Ähnliche Geschichten, auf denen ähnliche Menschen ähnliche Wunschlisten erfüllen sollen, existieren schlicht und einfach. Was ihre Geschichte besonders macht, ist ihr Schreibstil, den ich nicht anders als wahrhaft kunstvoll beschreiben kann. Dem ein oder anderen mag es so erscheinen, als ob Reed viele (be)lehrende Zitate und schöne Sprüche aneinander reiht. Aber für mich hat sie die hohe Kunst gemeistert, wundervolle, traurige, melancholische und glückverheißende Lebensweisheiten, Wünsche, Moralvorstellungen und Bedürfnisse in einer Geschichte miteinander zu verknüpfen. Sie hat uns Lesern in ihrem Buch eine Portion Glück verpackt. Verkleidet in eine Situation, die aus dem echten Leben gegriffen sein könnte. Reed gibt uns mit auf unseren Weg, dass wir leben müssen. Auch, wenn das Leben in unseren Augen gegen uns ist.  Wenn es nicht möchte, dass wir leben oder glücklich sind.

„Manchmal ist es okay, nicht okay zu sein.“ (S. 128)

Sie sagt uns, wie es gehen kann, was wir tun müssen, um wieder zulassen zu können, dass es uns gut geht.  Für mich stehen diese Dinge im Vordergrund des Jugendbuches und die Geschichte an sich ist eher in den Hintergrund getreten. Aber das muss sie nicht. Yara und Noel sind sympathische Protagonisten, die sich hinter niemandem verstecken sollten. Einige Dinge, die die beiden erleben, würde ich auch gerne einmal machen. Zum Beispiel den Himmel berühren.

Fazit:

Ein Herzensbuch.

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2 Gedanken zu “Wir fliegen, wenn wir fallen [Zeilengeliebt]

  1. Liebe Jane,
    dieser Titel hört sich auch so vielversprechend an. Mit deiner Besprechung hast du mir jetzt richtig Lust auf das Buch gemacht. 🙂
    Allerdings bin ich immer ein bisschen skeptisch bei Büchern, die mir ein wenig zu „schmalzig“ und gefühlsbetont erscheinen. Ist das bei diesem Jugendroman auch der Fall? Oder kommt es ohne Kitsch aus?
    Ich wünsche dir noch einen wunderschönen Welttag des Buches!
    Lieben Gruß von Tina

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Tina,
      ich glaube kein Jugendbuch, das nicht aus dem Genre Fantasy stammt und in dem es vorrangig um zwei junge Menschen geht, die zusammen etwas erleben, kommt ganz ohne Kitsch aus. Normalerweise mag ich so etwas auch nicht, bei diesem Buch haben mir aber die schöne Sprache und letzten Endes das Buch als Gesamtpaket gefallen. Ein wenig Schmalz ist schon dabei – da kann ich keine 100%ige Empfehlung für dich aussprechen :-).
      Viele Grüße
      Jane

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