Blumenkinder

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Bildquelle: Verlagsgruppe Random House

Allgemeines:

Im November 2016 erschien das 464 Seiten starke Taschenbuch Blumenkinder bei btb. Blumenkinder ist Meike Dannenbergs erster Krimi um das Ermittlerteam Nora Klerner und Johan Helms. Schauplatz ist das beschauliche Lüneburg in Niedersachsen. Dannenberg stammt aus Lüneburg und lässt die Handlung dort spielen. Dadurch entstehen authentische Schauplätze mit hohem Wiedererkennungswert.

Inhalt:

„In Lüneburg wird die Leiche eines 12-jährigen Mädchens gefunden: wie aufgebahrt liegt sie da, scheinbar friedlich, mit Blumen umkränzt. BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und Profiler Johan Helms unterstützen die Kripo vor Ort bei den Ermittlungen, denn es gibt Parallelen zu einem Mordfall in Tschechien. Auch die Aktivitäten einer obskuren Hippie-Gruppe haben Nora und Johan im Visier. Nora ist sich sicher, dass der Täter aus dem Umfeld des dubiosen Kollektivs stammt. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, wird Nora wegen eigenmächtiger Aktionen vom Fall abgezogen. Doch sie ermittelt auf eigene Faust weiter. Denn sie weiß, wenn sie nicht schnell handelt, wird wieder ein »Blumenkind« sterben.“ (Quelle Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Seit einigen Jahren gibt es für fast jede Region Krimis, der Trend scheint ungebrochen. Viele dieser Krimis sind schlecht geschrieben und man legt sie schnell aus der Hand. Ein wenig hatte ich die Befürchtung, genauso einen Krimi vor mir zu haben, als ich mit dem Lesen von Blumenkinder begann. Glücklicherweise wurden meine Vorbehalte nicht bestätigt. Es geht nicht um Lokalkolorit, sondern um einen wirklich spannenden Kriminalfall. Dannenberg gelingt es mit der BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und dem Fallanalytiker Johan Helms zwei Protagonisten zu entwickeln, die echte Typen mit Ecken und Kanten sind. Beide sind Charaktere mit Geheimnissen und Problemen. Beide sind zudem Außenseiter im Ermittlungsteam und werden skeptisch beäugt (was natürlich normal ist, da sie als Spezialisten immer nur dann hinzugezogen werden, wenn die Ermittlungen in einem Fall ins Stocken geraten).

„Nora spürte, wie er sie von der Seite musterte. Sie ahnte, dass er gerade noch an etwas anderes dachte, an das Gefühl, dazuzugehören oder nicht. Und ob er akzeptiert wurde. (…) Johan war so sehr bemüht, mit allen gut Freund zu sein, dass er völlig verpasste, dass er nicht dazugehörte. Er würde es nie, dazu war er einfach zu sehr an Dingen interessiert, die den meisten Menschen gleichgültig waren.“ (S. 145)

Das Buch hat kurze Kapitel und damit verbunden ständige Schauplatzwechsel. Das ist zunächst gewöhnungsbedürftig und erinnert ein wenig an ein Drehbuch. Lässt man sich aber auf diese Machart ein, erlebt man die Handlung intensiv mit und stellt Vermutungen darüber an, wie sich der Plot weiterentwickelt. Langsam entwickelt sich ein Muster im Kopf und man fügt die losen Enden der einzelnen Erzählstränge zusammen. Dannenbergs Erzählstil ist unspektakulär und unaufgeregt, das steht im Widerspruch zum Handlungsverlauf, dessen Tempo sich stetig steigert. Dieses Zusammenspiel macht das Lesen leicht und gleichzeitig spannend – man will das Buch nicht mehr aus der Hand legen

Fazit:

Es lohnt sich wirklich, diesen Krimi zu lesen! Ich hoffe sehr, dass Dannenberg die Reihe fortsetzt.

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