Tötet uns alle – Die komplette Partials-Saga

(Videoquelle: Harper Teen)

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Bildquelle: Piper

Allgemeines:

Dieser Beitrag dreht sich um die Rezension von Tötet uns alle. Tötet uns alle beinhaltet die gesamte Partials-Trilogie von Autor Dan Wells.

Anfang Juli 2016 ist bei PIPER unter dem Titel Tötet uns alle eine Gesamtausgabe der Partials-Trilogie von Dan Wells erschienen. Zum ersten Mal kann man alle drei Bände direkt hintereinander weg lesen – und das auf sagenhaften 1552 Seiten.Dadurch ist Tötet uns alle kein Leichtgewicht und obwohl es kartoniert ist, überhaupt nicht stabil. Obwohl ich immer sehr vorsichtig mit Büchern umgehe, hat das Buch das Lesen nicht unbeschadet überstanden. Es ist so schwer, dass es mir beim Lesen tatsächlich schon einmal einfach aus der Hand gefallen ist. Blaue Flecken sind da vorprogrammiert.

Inhalt:

„Den Krieg gegen die Partials, künstlich erschaffene Menschen, haben nur wenige tausend echte Menschen überlebt. Sie haben sich seitdem nach Long Island zurückgezogen und versucht, eine neue Gesellschaft aufzubauen. Die 16-jährige Kira begibt sich mit einer Gruppe Verbündeter nach Manhattan, ein Gebiet, das die übermächtigen Partials beherrschen. Als es den Menschen gelingt, einen der Partials zu fangen, wird Kira dazu auserwählt, ihn zu untersuchen und zu befragen. Und dabei entdeckt sie, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Partials vor dem Untergang stehen – und beide mehr gemeinsam haben, als sie ahnten.“ (Quelle: PIPER Verlag)

Meine Meinung:

Ich möchte meine eigene Meinung dieses Mal mit einem Zitat des Autors Dan Wells beginnen. Er drückt perfekt aus, was das Besondere an der Protagonistin Kira ist:

Phantastik-Couch.de: Gibt es ein Vorbild für Kira, die siebzehnjährige Hauptfigur in „Partials“?

Dan Wells: Ja, Kira basiert auf Hermine Granger von „Harry Potter“. Als wir die Harry Potter Bücher lasen, fiel uns auf, dass es zwar immer Hermine war, die heraus findet, was die Aufgabe ist und wie man sie löst und das dann auch tut. Aber alle tun immer so als wäre Harry Potter es gewesen. Ich finde das lächerlich. Vielleicht weil ich zwei Töchter habe. Ich möchte, dass sie sich selbst als Held der Geschichte verstehen und nicht nur als Handlanger des Helden. Darum kam ich darauf wie großartig es doch wäre eine Geschichte zu schreiben, in der Hermine die Heldin ist. In der sie die Lösung hat, alles selbst durchzieht und auch ihre eigenen Fehler machen darf. Die aber auch ihre eigenen Siege hat und vor allem die Bühne mit niemanden teilen muss. Die die Erwählte ist.

                                                                                                 (Quelle: Phantastik-Couch.de)

Kira hat es einfach drauf und ist dabei sympathisch und authentisch. Sie trifft ihre eigenen Entscheidungen und ist nicht von irgendeinem Lover, den sie vor ungefähr einer Woche getroffen hat (ihr wisst ja, Liebe auf den ersten Blick), abhängig und vertraut diesem ihr Leben an. Ja, sie ist eine Hermine. Eine Hermine, die im Vordergrund der Handlung steht und die gleichzeitig tough und verletzlich sein kann. Im Laufe des ersten Bandes trifft sie Entscheidungen, die man so in Jugendbüchern eher selten findet. Sie entscheidet sich für sich selbst und nicht für die Liebe. Sicherlich gefällt das einigen Lesern nicht, für mich macht aber genau das Kira aus, zeigt mir die Entwicklung, die sie schon im ersten Band durchläuft, auf.

Nicht nur Kira ist ein gut ausgearbeiteter Charakter. Wells gelingt es, keinen Protagonisten blass erscheinen zu lassen. Jeder bietet Identifikationspotential und mit jedem konnte ich mitfühlen. Wells schreibt auf eine angenehme Art und Weise, die eine große Spannung kreiert. Dabei entwirft er eine sehr komplexe Welt, was mir gut gefallen hat. In dieser Trilogie gibt es Erklärungen und Inhalt. Es ist nicht bloß ein Jugendbuch für nebenbei, das sich inhaltlich kaum von anderen Büchern des Genres abhebt. Nein, es steckt sehr viel Tiefgründigeres in der Partials-Trilogie.

Nach dem Lesen würde ich diese Trilogie eigentlich am liebsten gleich nochmal lesen. Momentan hält mich eigentlich nur ab, dass das Buch so unglaublich schwer ist…

Fazit:

Ich kann es jedem empfehlen,  Tötet uns alle zu lesen. Wells gelingt es, das Niveau des ersten Bandes innerhalb seiner Trilogie zu halten und die Geschichte von Kira und den Partials genauso spannend fortzuführen. Vielleicht greift ihr doch lieber zu den Einzelbänden, die sind zwar teurer, aber einfach handlicher.

herz blogherz blogherz blogherz blogherz blog

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