Vor dem Fall

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Bildquelle: Verlagsgruppe Random House

Allgemeines:

Vor dem Fall ist im September 2016 als gebundenes Buch mit 448 Seiten bei Goldmann erschienen. Autor Noah Hawley ist einigen Serienliebhabern unter euch vielleicht durch die Serie Bones – Die Knochenjägerin ein Begriff. Für diese Serie (und auch noch für einige andere) schrieb er nämlich das Drehbuch.

Auf dem Cover des Buches ist ein einzelner, ausgestreckter und dunkel wirkender Engelsflügel abgebildet. In Verbindung mit dem Titel hat mich diese Gestaltung sofort neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht.

Inhalt:

„An einem nebligen Abend startet ein Privatjet zu einem Flug nach New York. Wenige Minuten später stürzt er in den Atlantik. Nur der Maler Scott Burroughs und der vierjährige JJ überleben inmitten der brennenden Trümmer. Und Scott gelingt das Unmögliche: Er schafft es, den Jungen an das weit entfernte Ufer zu retten. Während die Suchtrupps fieberhaft nach den Leichen und der Blackbox fahnden, greifen immer abstrusere Verschwörungstheorien um sich. Scott versucht verzweifelt, sich den Medien zu entziehen – und gerät dabei in eine Welt der Intrigen und Manipulationen, in der niemand vor dem brutalen Fall ins Nichts geschützt ist.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Vor dem Fall ist ein faszinierendes Buch, das mich in meinen hohen Erwartungen nicht enttäuscht hat.

Hawley hat mit dem Mittel des beschriebenen Flugzeugabsturzes eine hochaktuelle Thematik in den Fokus seiner Geschichte gestellt: die Omnipräsenz und Macht der Medien. Es ist nahezu erschreckend, welche Ausmaße die Medienpräsenz in Vor dem Fall einnimmt und welche ominösen Theorien nach der Katastrophe aufgestellt werden. Nur, weil jemand etwas Heldenhaftes getan hat und sich damit nicht rühmen möchte. Es einfach des Lebens wegen getan hat, ohne Hintergedanken. Scheinbar ist so etwas (laut den von Hawley beschriebenen Ereignissen) ein seltener und verdächtiger Umstand. Geld, Korruption und Macht spielen in Vor dem Fall eine große Rolle und verzerren die wahren Geschehnisse.

Hawley gelingt es, eine Spannung aufzubauen, die ihresgleichen sucht. Schon nach den ersten Seiten hat er mich völlig gefesselt und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.  Er entwirft in seinem als Roman betitelten Thriller ein Bild der heutigen Gesellschaft, das mit Sicherheit an vielen Stellen übertragbar ist, zum Nachdenken anregt und den Leser schlichtweg berührt. Opfer einer Katastrophe werden behandelt, als wenn sie selbst schuldig sind, werden beinahe Opfer einer Hexenjagd. Nur, weil sie überlebt haben. Protagonist Scott Burroughs, der Held der Geschichte, eignet sich perfekt als Fraß für die Medien. Da möchte ich aber nicht zu viel verraten. Einfach genial, wie Hawley seinen Protagonisten entworfen hat. Durch die Konzeption des Buches erfahren wir aber nicht nur über Scott vieles. Auch alle anderen Charaktere, die sich im Flugzeug befunden haben, spielen eine Rolle. Unterbrochen wird das jeweils durch eine Art Bildbetrachtung, aus der man zu Beginn nicht ganz so schlau wird. Geschickt und spannend gemacht. Zum Glück wirkt dieser Aufbau nicht konstruiert, schürt die Spannung eher noch.

Fazit:

Absolute Leseempfehlung. Wer Lust auf einen spannenden Roman mit Thrillerelementen hat, der ist hier richtig aufgehoben.

herz blogherz blogherz blogherz blogherz blog

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