Die Spuren meiner Mutter

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Bildquelle: Verlagsgruppe Random House

Jodi Picoult gehört zu den beliebtesten amerikanischen Erzählerinnen. Sie hat mittlerweile mehr als 25 Bücher sehr erfolgreich veröffentlicht. Die von ihr behandelten Themen sind immer die Beziehungen zwischen Menschen, eigentlich also Allerweltsthemen. Picoult gelingt es allerdings, ihre Geschichten ganz besonders werden zu lassen. Das macht ihre Bücher so großartig.

Allgemeines:

Die Spuren meiner Mutter erschien im August 2016 auf Deutsch und hat  510 Seiten. Picoult hat sich ausführlich mit Literatur über Forschung zu Elefanten beschäftigt, um ihr Buch möglichst authentisch schreiben zu können. Ihre Liebe zu diesen Tieren wird durch das sehr schön gestaltete Cover des Buches zusätzlich unterstrichen.

Inhalt:

„Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Jodi Picoult schreibt einfach tolle Bücher. Ich habe glaube ich alle gelesen, die auf Deutsch erschienen sind, und es gibt keines, das mir nicht gefallen hat.

Die Spuren meiner Mutter wird aus vier verschiedene Perspektiven erzählt. Jenna, die Hauptperson dieses Buches, will ihre Mutter wiederfinden. Alice, ihre Mutter, kommt ebenfalls zu Wort. Dann gibt es noch Virgil, einen verkrachten Polizisten, dem der Fall der verschwundenen Alice auch nach 10 Jahren nicht aus dem Kopf geht, und Serenity, ein Medium, das schon bessere Zeiten erlebt hat.

Die Handlung spielt auf verschiedenen zeitlichen Ebenen. Der Leser kann sich aber gut orientieren, da die Kapitel jeweils die Überschrift der Person tragen, aus deren Perspektive gerade erzählt wird.

Das Thema des Buches mutet zunächst seltsam an: Elefanten werden in ihren Verhaltensweisen, ihren Lebensräumen und ihren Charaktereigenschaften immer wieder ausführlich beschrieben. Das ist der eine Teil der Handlung. Der andere ist eine packende Geschichte, die Elemente eines Krimis, einer Familiengeschichte und Übersinnliches enthält. Beide Erzählstränge zusammenzubringen und den Leser auch noch zu begeistern – das gelingt Jodi Picoult absolut überzeugend. Je länger man in diesem Buch liest, desto ungeduldiger fiebert man der Auflösung entgegen, die wieder einmal so ganz anders ist als man es erwartet.

Die Charaktere haben Ecken und Kanten, was sie alle sympathisch macht, man kann sich nicht entscheiden, wen man favorisiert. Und das ist gut so, denn nur so kann man das Buch in vollen Zügen genießen.

Fazit:

Ich habe dieses Buch zunächst ein wenig reserviert gelesen, für Elefanten interessiere ich mich nicht wirklich. Ganz schnell aber wurde ich mitgerissen von dieser toll erzählten Geschichte und habe ganz nebenbei eine Menge über Elefanten gelernt, ob ich wollte oder nicht. Picoult kann es einfach!

herz blogherz blogherz blogherz blogherz blog

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4 Gedanken zu “Die Spuren meiner Mutter

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