Straus Park

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Bildquelle: Verlagsgruppe Random House

Allgemeines:

Paul Baeten Gronda ist Flame. Er schreibt unter anderem als Kolumnist für die Zeitungen „De Morgen“ und „Knack“. Straus Park ist sein vierter Roman, der bereits 2013 auf flämisch erschienen ist. Die deutsche Ausgabe hat 320 Seiten. Straus Park wird von der Presse sehr gelobt.

Inhalt:

„Am Straus Park an der Upper West Side in Manhattan lebt Amos Grossman, der junge Erbe einer jüdischen Familie, die durch Kunsthandel sehr reich geworden ist. Sein Studium der Geschichte in Harvard hat er abgebrochen, und seitdem treibt er ziellos durch Manhattan und durch sein Leben. Er heiratet, weil er glaubt, unsterblich verliebt zu sein, lässt sich aber nach einem Jahr wieder scheiden. Einige Jahre lang unterhält er eine sexuelle Beziehung zu einer Geschäftspartnerin, mehr braucht er nicht, wie er seinem Therapeuten versichert.

Erst als eines Tages Julie Dane, eine englische Kunsthistorikerin, vor seiner Tür steht, scheint sich alles zu ändern. Sie, so weiß er sofort, ist die Frau seines Lebens. Julie will Amos über die Kunstschätze der Grossmans befragen, sie erforscht die Herkunft europäischer Kunstwerke in den USA. Er führt sie durch die Villa am Straus Park, vermittelt sie an bekannte Sammler. Und es entwickelt sich eine kurze, leidenschaftliche Affäre zwischen den beiden – doch Julie kehrt nach London zu ihrem zukünftigen Mann zurück, und Amos versucht seine Sehnsucht nach ihr zu beherrschen. Denn obwohl sie nicht daran rühren, wissen beide, dass die Geheimnisse ihrer Familien zwischen ihnen stehen, eine Geschichte, die in der Vorkriegszeit in Amsterdam begann, als jüdische Familien sich verstecken oder emigrieren mussten…“ (Quelle: Luchterhand)

Meine Meinung:

Erster Eindruck: Das erste Kapitel ist verstörend. Geschildert wird eine merkwürdige Sexszene. Spielte sie sich in der Realität oder nur im Hirn des Protagonisten ab? Man hofft letzteres, weiß es aber nicht. Was macht das Blut auf seinem Kopfkissen? Geht es überhaupt um den Protagonisten? Ich bin neugierig.

Titelbild: Frau im Nachthemd aus dem Fenster über die Silhouetten Manhattens blickend. Was denkt sie, was ist geschehen, auf wen wartet sie?

Nach dem Lesen: Amos Grossmann, die Hauptperson des Romans, ist ein wirklich arroganter Schnösel. Schwerreich, wabert durch sein Studium, wird durch den Unfalltod seiner Eltern aus der Bahn geworfen, kauft mal eben einen Ferrari und stellt ihn in die Garage, weil seine Freundin meint, er solle lieber Radfahren, heiratet die eine (die einzige, mit der sein bester Freund eigentlich liiert ist) und betrügt sie mit einer doppelt so alten. Dann soll eben dieser Freund auch noch die Scheidung durchziehen. Amos zieht von Frau zu Frau und wieder zurück, kann sich nicht entscheiden, ist übergriffig. Was für ein nerviges Buch!

Gronda führt die unübersichtliche Anzahl von Personen  nicht ein, sie sind einfach da und man weiß als Leser wirklich nicht,  wie alles sich fügt. Man hat zwar durch die Kapitelüberschriften einen Namen der darin hauptsächlich vorkommenden Person, aber alle anderen bleiben oft ein Rätsel. Er wirft Namen hin und man fragt sich: Wer ist das nun wieder und was ist seine Rolle? Unglaublich nervig!

Ich habe dieses Buch nach 80 Seiten abgebrochen und dann nur noch quergelesen. An keiner Stelle hätte ich Lust, die  Lektüre fortzusetzen. Ich kann die Begeisterung der Feuilletons nicht nachvollziehen!

Fazit:

Dieses Buch gefällt mir weder vom Stil noch von der Handlung. Das Erzähltempo ist rasant und verwirrend und tut dem Buch nicht gut.

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