Alles, was ich sehe

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Bildquelle: Königskinder

Allgemeines:

Im März 2016 ist Alles, was ich sehe bei Königskinder, einem Imprint des Carlsen Verlags erschienen. Königskinder ist 2013 entstanden und hat es sich zum Ziel gesetzt,  „nach den Sternen zu greifen, den goldenen, und unseren Leserinnen und Lesern innen wie außen Schönheit zu schenken, Geschichtenglück und Worttrost, Leselust und Freude.“ (Königskinder)

Alles was ich sehe ist gebunden und hat 432 Seiten. Empfohlen ist es ab einem Lesealter von 14 Jahren. Autorin Mary Lyn Curtis stammt aus Nordkalifornien. Ihr Debütroman wurde vom Verlag mit einem Cover versehen, das Blicke auf sich zieht. Aber das wirklich Besondere kommt eigentlich erst zum Vorschein, wenn man den Schutzumschlag entfernt. In den Farben des Umschlages gehalten, fallen die Sterne quasi vom Himmel des Buches und der Spruch „Ich vermisse den Himmel. Die Sterne. Die Farben des Sonnenaufgangs.“ ist auf der Vorderseite abgebildet. Nach der Lektüre verbindet man mit diesem Zitat etwas mehr – es ist überaus passend ausgewählt worden.

Inhalt:

„Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt.
Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.“ (Quelle: Königskinder)

Meine Meinung:

Alles, was ich sehe ist ein besonderer Roman. Dieser Roman hat mich berührt und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Curtis ist es gelungen, mir als sehender Leserin das Gefühl zu vermitteln, wie sich ein plötzliches Blindsein anfühlen könnte. Die Autorin beschreibt eine junge Protagonistin, die sehr authentisch wirkt. Meiner Meinung nach könnte ein junger (oder auch ein älterer) Mensch, der erblindet, sich genau so fühlen wie Maggie. Ähnliche Gefühle durchleben und irgendwann zu dem Fazit kommen, dass Maggie am Ende der Geschichte zieht.

Alles, was ich sehe ist jedoch nicht nur ein Roman. Es gibt Elemente in der Geschichte, die eindeutig nicht ganz erklärbar, ein wenig mystisch oder phantastisch anmuten. Diese Elemente sind jedoch nicht aus dem Kontext gerissen, sondern sehr passend gewählt. Sie machen die Geschichte nicht weniger glaubhaft und können im übertragenen Sinne auch für etwas anderes stehen.

Alles, was ich sehe ist des Weiteren eine Mixtur verschiedener komplexer Gefühle. Beim Lesen war ich traurig, tief berührt, habe gelacht und auch selbst Dinge wieder viel bewusster wahrgenommen. Selten gelingt es einem Autor, dem Leser gewissermaßen neuartige Eindrücke zu vermitteln. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich noch nie ein Buch gelesen habe, das sich mit der Thematik des Blindwerdens so fokussiert auseinander setzt.

Alles, was ich sehe ist viel mehr als der Klappentext verspricht.

Fazit:

Ich habe nach dem Schreiben dieser Rezension einen Ohrwurm von dem alten Lied „Es waren zwei Königskinder“ und ich habe mit Alles, was ich sehe ein wundervolles, lange nachhallendes Buch gelesen, das Lust auf mehr macht.

herz blogherz blogherz blogherz blogherz blog

 

 

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