Das Leuchten meiner Welt

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Bildquelle: Verlagsgruppe Random House

Allgemeines:  

Das Leuchten meiner Welt ist im Juni 2016 als Taschenbuch beim Diana Verlag erschienen. Optisch ist es ein wahrer Hingucker und macht sich sehr gut im Bücherregal – das Cover ist etwas Besonderes und bei genauerer Betrachtung entdeckt man viele Details. Auf 480 Seiten erzählt die junge Autorin Sophia Khan ihren Debütroman. Ebenso wir ihre Protagonisten, hat sie Wurzeln in Amerika und Pakistan.

Inhalt:

„Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.
Anrührend und klug erzählt Sophia Khan in ihrem beeindruckenden Debüt von einer geheimen Liebe und deren Folgen für eine ganze Familie.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Schaut bloß nicht hinten in das Buch hinein, bevor ihr es zu Ende gelesen habt. Ich habe mir die Informationen zur Autorin durchgelesen und stieß dabei auf Zusatzmaterial. Zusatzmaterial ist eigentlich etwas Tolles. In diesem Fall gibt es einen Stammbaum. Aber leider verrät dieser Stammbaum so einiges und nimmt eine gewisse Verwandtschaftsbeziehung, über die im Buch spekuliert wird, vorweg.

„Wie ich festgestellt habe, ist die Hoffnung ein lustiger Bursche. Es gefällt ihm, Streiche zu spielen. In Stürmen leuchtet er hell, in der Sonne verblasst er zu schwachem Glanz. Er führt dich mal hierhin, mal dahin, mal überallhin, dann lässt er dich in der Dunkelheit zurück, allein. Wenn du ihn am meisten brauchst, lässt er dich im Stich, wird abtrünnig. Doch sein grausamster Trick besteht darin, dass er nie ganz verschwindet.“

(Das Leuchten meiner Welt, S. 113)

Khan schreibt auf eine Art und Weise, die großes Potential hat. Für mich macht ihr Schreibstil dieses Buch aus. Sie kreiert durch ihre Sprache Bilder, die man beinahe vor sich sehen kann.

Leider hat mich Das Leuchten meiner Welt trotzdem nicht überzeugen können. Für mich ist es eine schöne Geschichte, aber viel mehr auch nicht. Dadurch, dass ich die erwähnte Verwandtschaftsbeziehung schon vor der Enthüllung im Buch kannte, war ich dann leider auch nicht mehr gespannt darauf, sie zu erfahren. Khan bringt zum Ende der Handlung noch eine eher unerwartete Handlungskomponente in den Roman ein, aber auch mit dieser konnte sie mich nicht wirklich packen. Trotz ihres schönen Schreibstils fehlt es ihr noch an Talent, wirklich zu erzählen. Den Leser mitzunehmen in eine andere Welt. Rafik Shami gelingt das beispielsweise stets hervorragend. Im Vergleich mit ihm steht man aber natürlich meistens auf der Verliererseite, da er einfach ein Meister seiner Kunst ist.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch Das Leuchten meiner Welt empfehlen. Ich glaube, dass Khan großes Potential hat und ich werde ihre Entwicklung verfolgen. Schaut aber bitte vor dem Lesen nicht den Stammbaum an. Dann lest ihr eine durchaus spannende Geschichte, die eine Familie beleuchtet, deren Hintergründe ihr nach und nach erfahren werdet.

Fazit:

Wenn man den Stammbaum der Familie nicht vorher anschaut, hält man einen schönen Roman in Händen, dessen Autorin großes Potential hat.

herz blogherz blogherz blog

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