Water – Der Kampf beginnt

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Bildquelle: Verlagsgruppe Random House

Allgemeines:

Paolo Bacigalupi hat mit Water – Der Kampf beginnt einen 464 Seiten starken Thriller verfasst, der im März 2016 beim Blessing Verlag erschienen ist. Manche von euch kennen Bacigalupi eventuell bereits durch seine anderen Science-Fiction und Jugendromane, für die er bereits einige Preise bekommen hat. Mir war er bisher nicht bekannt. Wer von euch hat schon etwas von ihm gelesen?

Inhalt:

„Der US-amerikanische Südwesten kämpft erbittert um die letzten Wasserreserven und die Rechte am Colorado River. Das Gebiet wird von heftigen Sandstürmen heimgesucht, ganze Millionenstädte verelenden. Wer es sich leisten kann, wohnt in luxuriösen Arkologien, jeder andere ist Hitze, Staub und Nahrungsknappheit ausgesetzt. Kriminalität und Korruption greifen um sich. Angel Velasquez gehört zu einem Spezialeinsatzkommando der Wasserbehörde von Nevada, das die Reservoirs des Bundesstaates verteidigt und notfalls auch mit illegalen Methoden erweitert.

Als das Gerücht aufkommt, dass in Phoenix eine neue Wasserquelle aufgetaucht ist, wird er dort hingeschickt, um zu ermitteln. Dabei trifft er die Journalistin Lucy Monroe, die der Quelle ebenfalls auf der Spur ist. Die beiden werden in einen Strudel aus Verrat und Gewalt hineingezogen, und Angel steht plötzlich im Fadenkreuz seiner eigenen Leute.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Mir ist dieser Thriller eigentlich nur durch Zufall über den Weg gelaufen. Aber ich muss sagen, das war ein guter Zufall!

Paolo Bacigalupi ist ein Autor, der sich darauf versteht, seine Leser zu fesseln. Ich konnte diesen Thriller kaum aus der Hand legen. Obwohl er mir stellenweise zu brutal war. Obwohl er eine grausame (,aber mögliche) Version der Realität erschafft. Obwohl ich bereits andere Thriller und Dystopien, die sich ebenfalls mit dem Thema Wasserknappheit auseinander setzen, gelesen habe. Bacigalupi hat es kurz gesagt einfach drauf.

Water – Der Kampf beginnt  – ein sehr drastischer Titel. Vielleicht sogar ein wenig reißerisch. Aber er passt. Bacigalupi beschreibt in Water ein erschreckend realistisches Szenario. So oder so ähnlich könnte der Kampf um die knapper werdende Ressource Wasser in der Zukunft aussehen. Vor allem in Ländern und Staaten, in denen hohe Temperaturen herrschen.

Bacigalupi kreiert Protagonisten, sie sich im Laufe der Handlung entwickeln. Sie wirken authentisch und im Prinzip sind die vielen gewaltvollen, ja sogar brutalen Szenen, die sie durchleben, gerechtfertigt. Sie werden nicht zweckentfremdet beschrieben und bringen die Handlung voran. Aber mir war es irgendwann ein bisschen zu viel Gewalt. Das ist mein einziger Kritikpunkt an Water. Auch wenn sich solche Szenen mit Sicherheit abspielen würden, muss ich persönlich nicht die genauen und expliziten Details eines Mordes, bei dem jemand brutal gefoltert worden ist, lesen und durch Bacigalupis bildhaften Schreibstil beinahe miterleben.

Fazit:

Paolo Bacigalupi führt seinen Lesern vor Augen, wie eine Variante unserer Zukunft im Kampf um knapper werdende Ressourcen aussehen könnte. Auf einige sehr brutale Passagen hätte ich verzichten können, ansonsten ist Water – Der Kampf beginnt ein sehr lohnenswerter Thriller.

herz blogherz blogherz blogherz blog

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