Die Witwe

978-3-8052-5097-9
Bildquelle: Rowohlt

Allgemeines:

Die Witwe ist am 21.05.2016 bei rowohlt im Wunderlich Verlag erschienen. Es handelt sich um ein Paperback mit 432 Seiten und ihr bekommt es hier.

Mit dem Cover hat der Verlag einen richtigen Hingucker geliefert. Weiße Lilien, die viele Menschen mit dem Tod assoziieren, durchbrechen den Titel. Alles ist düster gehalten – das erzeugt bereits auf den ersten Blick Spannung und lässt auf einen ebensolchen Inhalt hoffen.

Inhalt:

„Die Frau.
Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.

Der Mann.
Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.

Die Witwe.
Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen …
Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß.“ (Quelle: rowohlt)

Meine Meinung:

„Wenn Sie ‚Gone Girl‘ und ‚Girl on the Train‘ mochten, sollten Sie ‚Die Witwe‘ von Fiona Barton kaufen. Fesselnd. Spannend.“
                                                                                          Stephen King

Ich muss ehrlich sagen, dass ich gar nicht so viel von diesem Buch erwartet habe. So viel, wie es dem Leser letzten Endes gibt. Ich habe nicht erwartet, dass es mich so fesselt und in seine Realität eintauchen lässt. Fiona Barton versteht es hervorragend, den Leser einzufangen. Hut ab!

Barton kreiert eine intensive Spannung. Sie macht das recht subtil, beinahe distanziert. Aus verschiedenen Perspektiven und auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen werden die Ereignisse der Handlung beschrieben. Nach und nach erfährt der Leser aus mehreren Blickwinkeln, worum es eigentlich in Die Witwe geht. Barton bietet dem Leser durch Zwischenüberschriften eine gute Orientierung, man läuft nie Gefahr, den Überblick zu verlieren. Alle Charaktere sind dabei gut ausgebaut und jede Perspektive lässt sich flüssig lesen. Erstaunlicherweise bietet für mich keiner der Charaktere Identifikationspotential, aber alle wirken authentisch. So als ob es sie tatsächlich geben könnte. Wenn man die Täterperspektive betrachtet, ist das besonders erschreckend.

Das Ende des Buches hat für mich eigentlich das Besondere an Die Witwe ausgemacht. Es wirkt so unvorstellbar realistisch. Barton hat kein weißes Kaninchen aus dem Hut gezaubert, den Leser großartig überrascht, einen Plottwist eingebaut oder eine neue Komponente in die Geschichte eingebracht. Aber das ist verdammt nochmal gut so. Alles andere hätte die Realitätsnähe zunichte gemacht. Ich bin dankbar für dieses Ende, das sicherlich noch lange nachhallen wird.

Fazit:

Die Witwe konnte mich fesseln und völlig überzeugen. Ich bin immer noch von der Realitätsnähe und den beschriebenen Abgründen der menschlichen Psyche beeindruckt.

herz blogherz blogherz blogherz blogherz blog


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