Die Knochenuhren

„The New York Times bestseller by the author of Cloud Atlas | Longlisted for the Man Booker Prize | Named One of the Top Ten Fiction Books of the Year by Time, Entertainment Weekly, and O: The Oprah Magazine | A New York Times Notable Book | An American Library Association Notable Book | Winner of the World Fantasy Award“

                                (Quelle: Homepage David Mitchell)

978-3-498-04530-2
Bildquelle: rowohlt

Allgemeines:

Die Knochenuhren ist David Mitchells neustes Werk. Im März 2016 ist Mitchells sechster Roman bei rowohlt erschienen. Man könnte diesen Roman als Mammutwerk bezeichnen oder man stellt einfach fest, dass er stolze 816 Seiten hat. Dadurch liegt das Buch recht schwer in der Hand.

Es gibt viele Blogger, die sich selbst als „Coverlover“ bezeichnen. Ich mag schöne Cover auch – so weit, zu sagen, dass ich sie liebe, würde ich aber niemals gehen. Die Knochenuhren hat aber tatsächlich ein Cover, das mich sofort begeistert hat. Irgendwie einfach besonders. Schaut es euch selbst an. Was meint ihr?

Inhalt:

„An einem verschlafenen Sommertag des Jahres 1984 begegnet die junge Holly Sykes einer alten Frau, die ihr im Tausch für „Asyl“ einen kleinen Gefallen tut. Jahrzehnte werden vergehen, bis Holly Sykes genau versteht, welche Bedeutung die alte Frau dadurch für ihre Existenz bekommen hat.

Die Knochenuhren folgt den Wendungen von Holly Sykes‘ Leben von einer tristen Kindheit am Unterlauf der Themse bis zum hohen Alter an Irlands Atlantikküste, in einer Zeit, da Europa das Öl ausgeht. Ein Leben, das gar nicht so ungewöhnlich ist und doch punktiert durch seltsame Vorahnungen, Besuche von Leuten, die sich aus dem Nichts materialisieren, Zeitlöcher und andere kurze Aussetzer der Gesetze der Wirklichkeit. Denn Holly – Tochter, Schwester, Mutter, Hüterin – ist zugleich die unwissende Protagonistin einer mörderischen Fehde, die sich in den Schatten und dunklen Winkeln unserer Welt abspielt – ja, sie wird sich vielleicht sogar als deren entscheidende Waffe erweisen.“ (Quelle: rowohlt)

Meine Meinung:

Wie ihr am Anfang dieses Beitrages lesen konntet, hat die Originalausgabe von Die Knochenuhren große Begeisterung hervorgerufen. Sogar den World Fantasy Award 2015 gab es für The Bone Clocks. Warum ist Mitchells neues Werk so besonders? Was macht es aus? Diese Fragen habe ich mir gestellt und wusste, dass ich nun endlich einen Mitchell lesen muss. Im Vorfeld war mir nur die Verfilmung von Cloud Atlas bekannt.

Mitchell kreiert mit Die Knochenuhren einen Roman zwischen den Genres. Wo ich dieses Buch einordnen soll, weiß ich auch nach der Lektüre nicht. Sowohl Roman als auch Lebensgeschichte, sowohl Fantasy als auch Dystopie. Mitchell verwendet Elemente verschiedenster Genres. Man könnte sagen, dass er einen Roman geschrieben hat, der einer breiten Zielgruppe offen steht. Das Lesen dieses Romans ist jedoch an die Bedingung geknüpft, ein aufmerksamer Leser zu sein. Ein Leser, der mit der komplexen Handlung mithalten kann und der die Rezeption des Buches nicht als zu anspruchsvoll empfindet.

Holly Sykes, die Protagonistin des Buches, lernen wir bereits im Jahr 1984 kennen. Sowohl Holly als auch alle anderen Charaktere sind grandios und authentisch ausgearbeitet. Stilistisch geht Mitchell zu Beginn völlig anders als in der fortschreitenden Handlung der Geschichte vor. Für mich war der Einstieg tatsächlich vorhersehbar. Meiner Meinung nach ist das genau so gewollt, Mitchell möchte uns zeigen, wie die Figur der Holly sich entwickelt. Im späteren Verlauf der Geschichte ist nichts mehr absehbar, vieles überraschend. Auch gegen Ende des Buches wusste ich nicht, worauf alles hinauslaufen wird – ein literarisches Meisterstück.

Zur Handlung möchte ich nichts Inhaltliches verraten, weil das dem Buch den Zauber nehmen würde. Diese Tatsache macht es schwierig, etwas dazu zu sagen, worum es eigentlich in Die Knochenuhren geht. Wir besuchen zusammen mit Holly verschiedene zeitliche Abschnitte ihres Lebens, bis in die (für uns als Leser momentan) weit vorausliegende Zukunft. Ereignisse, die tatsächlich passiert sind, aber auch Ereignisse, die zukünftig so oder ähnlich passieren könnten, spielen eine Rolle. Dabei ist Holly nicht unbedingt die Ich-Erzählerin, diese Aufgabe übernehmen verschiedenste Protagonisten. Effekt dieser Erzählstruktur ist der Eindruck, dass Die Knochenuhren nicht aus einem, sondern aus sechs Büchern besteht.

Fazit:

Mein erster Mitchell konnte mich restlos begeistern. Ein großartiges Stück Literatur – geschrieben von einem wahren Meister der Komplexität.

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4 Gedanken zu “Die Knochenuhren

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