KALYPTO – Die Magierin der tausend Inseln

Im Juni vergangenen Jahres habe ich euch, als eine der ersten Buchvorstellungen auf meinem Blog, den ersten Band von Kalypto präsentiert. Wie ihr dort nachlesen könnt, hat mich der Auftakt der Trilogie begeistert. Und heute ist es so weit: Der zweite Teil ist endlich erschienen und ich möchte ihn euch gerne vorstellen.

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Bildquelle: Bastei Lübbe

Allgemeines:

KALYPTO – Die Magierin der tausend Inseln ist als zweiter Teil einer Trilogie im Januar 2016 bei Bastei Lübbe erschienen. Zum ersten Teil habe ich an einer Leserunde auf Lovelybooks teilgenommen, nun habe ich das Glück, in die Rezensentenliste des sympathischen Autors Thomas Ziebula (alias Tom Jacuba) aufgenommen worden zu sein.

Mit 606 Seiten hat der zweite Band der Reihe einen beachtlichen Umfang, das schlägt sich leider auch im Gewicht des Buches und in einer geringen Strapazierfähigkeit der Buchbindung nieder. Das Cover ist dem des ersten Bandes ähnlich und weist einen Wiedererkennungswert auf. Schon beim ersten Band habe ich an dieser Stelle angemerkt, dass ich mir für die Cover ein wenig mehr Abhebung von anderen Autoren des Fantasy-Genres wünschen würde. Für mich ähneln sie beispielsweise zu sehr den Covern von Rothfuss oder Peter V. Brett. Und das obwohl sich die Bücher all dieser Autoren inhaltlich zum Glück stark voneinander unterscheiden.

Inhalt:

Denkt daran, es handelt sich um einen zweiten Band. Ab hier kann es also zu Spoilern aus dem ersten Band kommen!

„Die Magierin Catolis hat es geschafft! Zufrieden überblickt sie, die Großmeisterin der Zeit, das Reich Garona, das sie nahezu komplett erobert hat. Wieder ist sie ihrem Ziel etwas näher gekommen: das stärkste Volk unter allen Völkern zu finden, damit es für sie das untergegangene Reich von Kalypto neu errichtet. Ein großes Reich allein unter der Herrschaft der Magier. Doch Catolis ahnt nicht, dass Ayrin, einst Königin von Garona,  fliehen konnte und mit Hilfe des Waldmanns Lasnic die Rückeroberung ihres Throns plant.“ (Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Ein zweiter Band. Was bedeutet das eigentlich? Für mich bedeutet es, dass der Autor vor einer großen Herausforderung steht, die da lautet: Kann er dem ersten Band gerecht werden? Meine Antwort darauf ist: Ja, fast. Jacuba ist eine großartige Fortsetzung gelungen, die mich mitgerissen, aber mit einem Wunsch für den nächsten Band zurückgelassen hat. Autoren können aber natürlich nicht alle Wünsche erfüllen.

Der Einstieg in den zweiten Teil fiel mir sehr leicht, der erste Band ist mir gut im Gedächtnis geblieben. Auf ausgiebige Wiederholungen wird verzichtet, was ich eindeutig als Pluspunkt werte. In kleinen Abschnitten werden vergangene Ereignisse angedeutet, aber nicht breit getreten. Wer inhaltlich gar nicht mehr im ersten Teil drin ist, sollte sich vor dem Lesen eine Zusammenfassung anschauen.

Jacuba gelingt es erneut hervorragend, die verwendete Sprache den jeweiligen Protagonisten anzupassen. Als Leser muss man sich anfangs vor allem wieder an die eher schnoddrige Ausdrucksweise des Waldmannes Lasnic gewöhnen. Stilistisch wirklich eine Glanzleistung. Auch in diesem Band wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Alle Erzählperspektiven wirken durch die besondere sprachliche Komponente noch authentischer und bieten Identifikationsmöglichkeiten für den Leser. Auch inhaltlich gelingt Jacuba hier Großes. Obwohl für mich eigentlich eindeutig ist, welche der Hauptfiguren mir sympathisch ist, schafft es der Autor, auch die Perspektiven der Antagonisten nachvollziehbar, teilweise sogar verständlich zu machen. Eine Zeit lang war ich tatsächlich gespannt, ob sich meine Sympathie nicht noch komplett verlagert. Nicht nur sprachlich baut Jacuba seine Charaktere weiter aus, man kann auch eine deutliche Entwicklung jedes Einzelnen erkennen. So macht er jede Perspektive unglaublich spannend.

Kennt ihr vielleicht das Bild, auf dem jemand jede Seite eines Game of Thrones Buches mit einem bunten Klebezettel markiert hat, auf der es Tote zu beklagen gibt? Ich glaube, wenn man das mit Die Magierin der tausend Inseln machen würde, hätte man sogar ein noch bunteres Ergebnis. Versteht mich nicht falsch, die Handlung war immer spannend. Aber hier äußert sich mein Wunsch, den ich an den nächsten Band habe (,der im August erscheinen wird,): Etwas weniger Tote und dafür mehr Nebenstory, Gedanken oder Handlungen.

Fazit:

Grandioser zweiter Band, für alle Fantasyliebhaber und Fans von Lasnic, Ayrin und der fantastischen Welt, die Tom Jacuba für uns entworfen hat.

herz blogherz blogherz blogherz blogherz blog

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2 Gedanken zu “KALYPTO – Die Magierin der tausend Inseln

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