Der begrabene Riese

(Videoquelle: Verlagsgruppe Random House, Youtube)

In diesem Video erzählt Kazuo Ishiguro über die Hintergründe seines neuen Romans. Es ist ein recht langes Video, inhaltlich aber wirklich interessant.

Ishiguro_KDer_begrabene_Riese_161309.jpg
Bildquelle: Random House

Allgemeines:

Der begrabene Riese ist Ende August 2015 im Blessing Verlag erschienen. Vom Autor Kazuo Ishiguro könnte einigen bereits Alles, was wir geben mussten bekannt sein? Mit einem Einband aus Leinen kommt Der begrabene Riese recht hochwertig daher. Haptisch auf jeden Fall ein schönes Buch. Auch optisch überzeugt das Cover durch das relativ schlichte und doch interessante Design. Die Qualität des Buches ist jedoch nicht gut. Ich bin eine vorsichtige Leserin und gehe mit Büchern gut um. Nach dem Lesen war das Buch aber leider völlig schief und verzogen. Bei einem recht hochpreisigen Buch wäre ich als Leser davon enttäuscht.

Inhalt:

„Britannien im 5. Jahrhundert: Nach erbitterten Kriegen zwischen den Volksstämmen der Briten und Angelsachsen ist das Land verwüstet. Axl und Beatrice sind seit vielen Jahren ein Paar. In ihrem Dorf gelten sie als Außenseiter, und man gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie eine Belastung für die Gemeinschaft sind. Also verlassen sie ihre Heimat in der Hoffnung, ihren Sohn zu finden, den sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise ist voller überraschender Begegnungen und Gefahren, und bald ahnen sie, dass in ihrem Land eine Veränderung heraufzieht, die alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, sogar ihre Beziehung.“ (Random House)

Meine Meinung:

Ich habe von diesem Buch etwas völlig anderes erwartet. Aufmerksam wurde ich durch eine Empfehlung in einer Zeitschrift, der beschriebene Inhalt sprach mich auf Anhieb an.

Ich bereue es jedoch, nicht in einer Buchhandlung hinein gelesen zu haben. Die Erzählform dieses Romans ist, um es positiv auszudrücken, etwas anders. Es handelt sich nicht um eine gängige Erzählform, eigentlich kann ich kaum beschreiben, was Ishiguro ganz genau macht.

Inhaltlich fehlt es mir an Spannung, die Handlung kommt sehr schleppend in Gang und es gibt viele Längen. Ishiguro spricht den Leser direkt an und appelliert an Erfahrungen, möchte Assoziationen in den Köpfen der Menschen erzeugen. Ich kann mich trotzdem nicht mit seinem Buch identifizieren und mir fiel es schwer, bis zum Ende durchzuhalten. Nichtsdestotrotz habe ich den Roman komplett gelesen, um zu schauen, ob sich irgendetwas ändert und er mich doch noch überzeugen kann. Viele Rezensionen zu diesem Buch sind so positiv, dass ich fast das Gefühl hatte, einen anderen Roman zu lesen als alle anderen. Für mich passiert hier zu wenig und auch die Auflösung der Geschichte konnte mich nicht überzeugen.

Fazit:

Für eine literarisch begeisterte Zielgruppe, die gerne Allegorien liest.

 

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