Die Geschichte des Regens

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Bildquelle: Bloggerportal

Von diesem Buch habe ich im Vorfeld in diversen Vorschauen gelesen. Mir war klar, dass es sich hierbei um etwas Besonderes handeln musste.

Allgemeines:

Die Geschichte des Regens ist im Oktober 2015 beim DVA Verlag erschienen. Wir halten hier ein gebundenes Buch von 416 Seiten in Händen. Autor Nial Williams stammt aus Irland und schreibt mit diesem Buch einen Roman über sein Heimatland. Zum Titel passend sind auf dem Cover Fische, Wellen und Regentropfen abgebildet. Die gewählten Blautöne runden das Ganze ab. Auf jeden Fall ein Cover, das Blicke auf sich zieht. Keine 0-8-15 Gestaltung.

Inhalt:

„Die neunzehnjährige Ruth leidet an Leukämie und darf ihr Bett nicht verlassen. So liegt sie in ihrem Zimmer hoch über dem Fluss Shannon, während der irische Regen unablässig auf das Dach prasselt, und liest sich durch die dreitausendneunhundertfünfundachtzig Bücher, die ihr Vater Virgil Swain ihr hinterlassen hat. Inspiriert von der Lektüre und ihrer eigenen überbordenden Fantasie lässt sie vor den Augen des Lesers ihre Ahnen aufmarschieren: Urgroßvater Absalom Swain, den Reverend, Großvater Abraham, der beim Stabhochsprung das Fliegen lernte, und schließlich ihre Eltern Virgil und Mary, die sich vornahmen, die unfruchtbarsten vierzehn Morgen Erde, die Westirland zu bieten hat, urbar zu machen.

Eine vielschichtige, tragische, oft aber auch sehr amüsante Familiengeschichte aus Irland, voller Pointen und Anekdoten und berührender Gedanken über das Leben und die Literatur. Ein Roman, in dem die Worte selbst zu einem Fluss werden, der den Leser davonträgt.“ (Bloggerportal)

Meine Meinung:

Ich sage es gleich vorweg: Von diesem Buch habe ich etwas komplett anderes erwartet. Manchmal passiert das, wenn auch eigentlich sehr selten. Manchmal ist das etwas Positives, meist ist aber leider eher das Gegenteil der Fall. Die Geschichte des Regens ist jedoch eine Ausnahme. Es ist ein besonderes Buch, das nicht auf einer Welle thematisch recht ähnlicher Geschichten, die momentan ja an jeder Ecke auftauchen, mitschwimmt.

Wir lernen die Erzählerin der Geschichte, Ruth, kennen. Sie ist jedoch keine Erzählerin, die für ihre Leser den einfachen Weg einschlägt. Nein, sie wählt die Erzählform des Mäanders. Was bedeutet das? Hätte sie es dem Leser nicht selbst verraten, wäre ich nicht auf dieses Wort gestoßen, hätte es nicht gegoogelt und das Buch irgendwann abgebrochen. Mir erschien das Ganze sehr verwirrend und mir fiel es schwer, in die Geschichte einzutauchen. Nachdem Ruth (oder viel mehr Autor Nial Williams) aber erwähnte, wie sie ihre Erzählung aufgebaut hatte, forschte ich nach, was es bedeutet, ein Buch määnderförmig zu schreiben. Das Wort stammt eigentlich aus dem Vokabular, das man mit Flüssen verbindet. Ein Fluss schlängelt sich mäanderförmig dahin. Verworren, verschlungen, aber doch in einem Stück. Irgendwie passt die Wahl dieses Erzählstils sehr zum Titel des Buches. Nach und nach hat mir dieser Schreibstil besser gefallen und ich habe akzeptiert, dass ich nicht immer sofort alles verstehen kann und soll. Danach habe ich Die Geschichte des Regens lieben gelernt.

Fazit:

Ein besonderes Buch, für das man sich Zeit nehmen muss. Wenn man das tut, liest man ein faszinierendes Stück Literatur.

herz blogherz blogherz blogherz blog

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2 Gedanken zu “Die Geschichte des Regens

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