Einundachtzig Worte

In die schon erwähnte Sammlung der Bücher über Bücher reiht sich heute Einundachtzig Worte von Elizabeth Joy Arnold ein.

Bildquelle: Lovelybooks
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Allgemeines:

Einundachtzig Worte ist im Oktober als Taschenbuch beim Diana Verlag erschienen. Der Titel der originalen Ausgabe lautet The book of secrets. Endlich mal ein deutscher Titel, den ich attraktiver als den Originaltitel finde. Als Leser weiß ich nicht sofort, womit ich es zu tun habe und muss zunächst herausfinden, was es mit den einundachtzig Worten auf sich hat. The book of secrets drückt hingegen besser aus, mit was für einer Art von Buch wir es zu tun haben.

Mit 543 Seiten hat Autorin Elizabeth Joy Arnold einen richtigen Schmöker zu Papier gebracht. Als Autorin war sie mir vorher nicht bekannt. Bisher existiert leider auch nur ein weiteres (spannend klingendes) übersetztes Buch von ihr als Ebook. Eben sagte ich noch, dass mir der deutsche Titel besser gefällt. Beim Cover ist das wieder eine ganz andere Sache. Das deusche Cover ist.. kurz gesagt: kitschig. Durch das abgebildete Buch weiß zwar sofort jeder, worum es ungefähr geht, aber es ist einfach nicht wirklich stylisch, kein absoluter Hingucker. Es sieht ziemlich nach romantischem Frauenbuch aus. Das Original wirkt geheimnisvoller und etwas erwachsener.

Bildquelle: Goodreads
Bildquelle: Goodreads

Inhalt:

„Chloe und Nate sind seit einer Ewigkeit verheiratet, als Nate eines Tages ohne Erklärung verschwindet. Alles, was er hinterlässt, ist ein kurzer Brief von einundachtzig Worten. Nate ist in ihre Heimatstadt zurückgekehrt – an jenen Ort, an dem vor vielen Jahren ihr Sohn spurlos verschwand. Ein tragischer Verlust, der Chloes und Nates Leben für immer veränderte und den auch ihr neues Leben und ihre gemeinsame Buchhandlung nicht heilen konnten. Bergen diese einundachtzig Worte die Chance für Chloe, die Vergangenheit endlich zu klären und ihre Liebe zu Nate wiederzufinden?“ (Bloggerportal)

Meine Meinung:

Elizabeth Joy Arnold muss eine sehr ausgeprägte Liebe zu den Chroniken von Narnia haben. Woran man das merkt? Überall fließen die Chroniken ein. Sei es durch direkte Bezüge oder inhaltliche Verwicklungen. Für mich war das ja schon ein Highlight. Narnia hat mich als Kind sehr fasziniert. Und nicht nur die Chroniken fließen in Arnolds Roman ein. Auch viele andere Bücher finden in Einundachtzig Worte einen Platz. Das lässt mich zu dem Schluss kommen, dass Arnold Bücher einfach lieben muss und sie ihren Lesern gerne näher bringen möchte.

„Keine Beschäftigung machte mir damals Spaß, außer dem Lesen. Ich werde vielleicht nie wieder so sehr in Bücher abtauchen, so verzweifelt lesen, Geschichten und Charaktere so heftig lieben wie damals in diesem Sommer.“ (S. 123)

Dieses Zitat macht auch die Affinität der Protagonistin zu Büchern deutlich. Wie kann es auch anders sein, wo das Buch doch von einer Frau erzählt, die einen Buchladen hat. Wir erfahren einiges über ihr Leben, ihren Buchladen, ihre Einstellung zu Büchern und die Liebe. Am Anfang der Lektüre dachte ich daher, dass ich tatsächlich eines dieser oberflächlichen Frauenbücher in der Hand halte. Doch nach und nach hat sich die Geschichte weiter entwickelt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich mehr über die Vorgeschichte von Chloes Ehe erfahren wollte. Mehr über ihre Welt, die Welt ihres Ehemannes und in die seiner Geschwister. Arnolds Erzählungen reichen bis weit in die Kindheit der Charaktere hinein. Dadurch dröselt die Autorin die Handlung wirklich perfekt auf. Der Leser erfährt mehr über die Abgründe, die sich auftun und die unvorhergesehenen Wendungen, die die Geschichte nimmt. Einundachtzig Worte hat mich überrascht. Spannend bis zum Schluss!

Fazit:

Bücher, die viel mehr halten als das Cover verspricht, sollten eindeutig in mehr Bücherregale einziehen. Einundachtzig Worte ist eines dieser Bücher.

herz blogherz blogherz blogherz blog

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