Deadline

Momentan habe ich Urlaub und komme daher sehr viel zum Lesen. Heute habe ich Deadline von Renee Knight verschlungen.

Sie würde dieses Buch am liebsten in Fetzen reißen, aber seine zweihundert Seiten sind stärker als sie. Dennoch ist sie entschlossen, es zu vernichten.“ (S. 60)

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Bildrechte: Goldmann

Allgemeines:

Deadline ist als „Psychologischer Spannungsroman“ am 27. Juli diesen Jahres bei Goldmann erschienen. Da diese Bezeichnung sehr lang ist, verwende ich im Folgenden lieber das Wort „Spannungsroman“. Der Sprannungsroman hat also – oh Wunder – 352 Seiten. Die 352 verfolgt mich momentan. Es ist nun schon das vierte Buch, was ich innerhalb der letzten Tage rezensiert habe, das genau diese Seitenzahl hat. Verrückt.

Mir gefällt das Cover des Krimis. Das Wort Deadline ist in den Sand gezeichnet. In der Realität sieht das eindrucksvoll aus, da die Buchstaben erhaben sind und so der plastische Eindruck entsteht, den in den Sand gezeichneten Schriftzug anfassen zu können. Auch ansonsten überzeugt die Gestaltung durch einen sehr minimalistischen Gebrauch farbiger Akzente.

Inhalt:

„Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug …“ (Goldmann)

Meine Meinung:

Knight hat einen Spannungsroman entworfen, der eine banal klingende, aber doch große Stärke hat: unglaubliche Spannung, die sich durch das ganze Buch zieht. Vielleicht klingt das sogar etwas platt, aber so manchem Autor diesen Genres gelingt dieses eigentlich wichtigste Element des Buches leider nicht zufriedenstellend. Und Knight ist es wirklich gut gelungen. Sie erzählt die Handlung aus den Perspektiven ihrer Hauptcharaktere. Zusätzlich dazu werden verschiedene Rückblenden verwendet, so dass wir die Geschehnisse auch aus unterschiedlichen zeitlichen Ebenen zusammen setzen müssen. Vor jedem Kapitel steht, wann es spielt –  jedoch nicht, wer es erzählt. Als Leser sollte man daher wirklich aufmerksam sein, sonst kann leicht das ein oder andere wichtige Detail verloren gehen. Man könnte davon sprechen, dass dieser Spannungsroman geschickt konstruiert ist. Diese Art von Buch muss man natürlich mögen, ich bin eindeutig ein Fan davon. Fast bis zum Ende nicht wirklich zu wissen, was passiert ist, was Wahrheit und was Lüge ist – das fesselt einen beinahe schon an das Buch. Für mich lassen sich Vergleiche mit Gone Girl von Gillian Flynn und Ungeschehen von Tina Seskis ziehen (übrigens ein unglaublich gutes Buch – findet ihr HIER). Ich empfinde die Bezeichnung „Psychologischer Spannungsroman“ zwar als sehr lang, aber geschickt gewählt. Deadline ist kein Thriller. Deadline ist kein Roman. Deadline arbeitet auf psychologischer Ebene, erzeugt Spannung und erzählt eine gute Geschichte.

Fazit:

Lesen.

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3 Gedanken zu “Deadline

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